"Wo sind Ihre Freunde .... Wo ist Ihr Ehemann?"

Erfahrungen einer alleinreisenden Radtouristin.

Ich gab meiner Firma das Kündigungsschreiben, ging nachhause und buchte eine Reise ohne Retour nach Neuseeland. Ich verlies mein genau festgelegtes Leben, kaufte ein neues Reiserad und verschwand zu Beginn des neuen Jahres aus England. In den nächsten elf Monaten radelte ich unter anderem 11000 Kilometer durch Neuseeland, Australien, Südostasien und Indien - alleine und mit minimalen Kenntnissen von Fahrradwartung und noch weniger Ahnung über meine Fähigkeiten und meine Grenzen.

Warum eine Radtour ganz alleine, fragten mich viele. Besonders als Frau in einer Zeit, in der man immer mehr denkt, es sei nicht sicher, alleine vor die eigene Haustüre zu gehen?  Meine erste Reaktion auf diese Fragen war: Warum nicht? Und dann antwortete ich mit guten Argumenten - die Freiheit zu fahren und anzuhalten, wie es mir beliebt; ungehindert im eigenen Tempo zu reisen, zu essen und zu schlafen, wo und wann ich gerade Lust darauf habe. Und meine Zeit mit Leuten zu verbringen, die ich mir selbst aussuche.

Und mir wurden gewichtige Argumente gegen eine Soloreise aufgezählt und eine Menge an Vorurteilen. War es nicht schrecklich gefährlich, so ganz alleine zu reisen? Was würde ich tun, wenn ich krank, einsam oder erschöpft war? Wie würde es sein, gar niemanden zu haben, mit dem man all die besonderen Momente teilen kann? Und wem würde ich die Schuld geben, wenn die Sache schief ging?

Dank einer Mischung aus Entschlossenheit und dem Glauben, es gebe sicher noch sehr viel mehr Frauen da draußen, die dasselbe tun, war ich nicht ins Wanken zu bringen. Die Freiheit, mich nicht um andere kümmern zu müßen und die faszinierende Aussicht, meine wirklichen Stärken und Schwächen zu erkunden, war mehr als genug Ausgleich für die Vorteile des Reisens mit einem Partner.

Und wie ich erwartet hatte, scheiterte ich keineswegs an all den angekündigten Unglücken, Stürzen, Belästigungen, Diebstahl oder sogar Vergewaltigung und Ermordung. - Nein, im Gegenteil, ich wurde überall, wo ich hinkam, mit echter Gastfreundschaft und Freundschaft überschüttet. Das soll nicht heißen, dass es keine unerwünschten Annäherungsversuche und dubiosen Angebote gab, aber diese waren nicht mehr, als wenn ich im eigenen Land geradelt wäre, mit einem Partner durch Europa gereist wäre, oder in und um London gelebt und gearbeitet hätte.

Aber ich war überrascht, wie wenig andere Radfahrerinnen, nicht nur Solofahrerinnen, es gab, mit denen ich Informationen oder Erfahrungen hätte austauschen können. Und obwohl ich immer wieder Frauen mit Lust und Ambition auf eine Radtour traf, wurde mein Enthusiasmus dadurch gedämpft, sie immer wieder an ihren Fähigkeiten bei Reparaturen oder ihrer Fitness zweifeln zu hören und zu sehen, wie ihnen offensichtlich das Vertrauen fehlte, auch nur kurze Touren alleine oder in der Gruppe zu unternehmen.

Einige der großartigsten Radreisen sind von Frauen unternommen worden - angefangen mit dem Pioniergeist von Dervla Murphy in den 1960ern über das heroische Unternehmen von Anne Mustoe's Solo-Weltreise in den Achzigern bis hin zu den neueren Erkundungen von Josie Dew. Ich dachte, es würde irgendwo in der Mitte zwischen diesem Format von Abenteuer und den organisierten Gruppenreisen noch andere Radfahrerinnen geben, die irgendwo ihre eigene Nische gefunden haben. War es nur Zufall, dass ich nirgendwo eine von ihnen traf? Fahren Frauen nicht gerne Fahrrad? Oder haben die Frauen angefangen zu glauben, es sei aus praktischen oder persönlichen Gründen gefährlich, zuhause oder in einem anderen Land mit dem Rad zu reisen?

Ich stellte fest, dass ich nach dem Begrüßungssatz "Wo sind Ihre Freunde oder wo ist Ihr Mann?" auch häufig auf meine körperliche Kondition und meine Radreparatur-Künste angesprochen wurde. There really did seem to be a widespread belief that you had to be a potential Olympic athlete before you even got on a bike and you needed a degree in cycle technology before going further than the local shops. When I explained that I had neither of these qualifications and that they were completely unnecessary, I was met with looks of disbelief. I began to wonder where such a strong image of cyclists was coming from.

The newstand cycle magazines seem to exude a very traditional male image. In a recent publication the only noticeable images of women were a couple of small photos of professional women cyclists and a low key advertisement featuring a mother riding a town bike complete with shopping basket and child on trailer bike. Although both very welcome representations there did seem to be a huge gap in between these extremes of cycling women. Why are there so few images of women in this media? Do "ordinary" women cyclists not exist? Or do such pictures not sell copies?

The popular image of cyclists today does seem to create the impression that unless you are  incredibly fit, possess all the latest gear and are preferably male, you do not really belong on a bike. Which serves to reinforce what I heard whilst travelling. Is it this strong image that is helping to put women off? If so, how is the imbalance redressed without patronising and causing unnecessary segregation by gender? After all it's about cycling not sex.

There are certainly many other factors that intimidate both women and men when it comes to cycling. And this applies perhaps more to regular forms of cycling such as riding for pleasure, mountain biking and local domestic trips, rather than for touring.

We live in an age where much importance is attached to symbolism and where it is becoming increasingly necessarily to promote cycling for environmental and health reasons. The image of cyclists as portrayed by the mainstream media once again seems to be discouraging this, especially when it comes to women.  And tackling the belief that you can't cycle unless very fit or a bike mechanic is a very much neglected area. How do we go about changing this?